Die Verwaltung schlägt für den Haushalt 2027 vor, die Grundsteuer B von 980 auf 1.300 Hebesatzpunkte anzuheben. Das wäre ein Plus von rund 33 Prozent. Die gesamten Mehreinnahmen von rund 2,6 Millionen Euro kämen damit allein über die Grundsteuer. Die zahlt jeder: Eigentümerinnen und Eigentümer direkt, Mieterinnen und Mieter über die Nebenkosten und Betriebe für ihre Hallen, Werkstätten und Verkaufsflächen.
Die SPD-Fraktion hat deshalb für den Hauptausschuss am 19. November einen eigenen Antrag gestellt.
Was wir beantragen
- Grundsteuer B: 1.100 statt 1.300 Punkte. Die Grundsteuer steigt damit um rund 12 statt um rund 33 Prozent.
- Gewerbesteuer: maßvoll von 437 auf 460 Punkte. Das ist ein Plus von rund 5 Prozent. Die Gewerbesteuer richtet sich nach dem Gewinn.
- Die Differenz wird eingespart. Unser Vorschlag bringt rund 456.000 Euro weniger als der Verwaltungsvorschlag. Diesen Betrag soll die Verwaltung im Haushalt einsparen und bis zur Ratssitzung am 26. November Vorschläge vorlegen.
- Keine Kürzungen bei sozialen Angeboten, Kultur, Sport, Ehrenamt und Bildung.
Was das bedeutet
Ein Haushalt, der heute 600 Euro Grundsteuer im Jahr zahlt, käme nach dem Verwaltungsvorschlag auf rund 796 Euro, nach unserem Vorschlag auf rund 673 Euro. Auch mit unserem Vorschlag steigt die Grundsteuer gegenüber heute. Die Erhöhung fällt aber um rund 122 Euro im Jahr geringer aus als beim Verwaltungsvorschlag.
Wir sagen offen: Gewerbesteuerpflichtige Betriebe zahlen durch die höhere Gewerbesteuer etwas mehr. Nicht jedes Unternehmen zahlt nach unserem Modell insgesamt weniger als beim Verwaltungsvorschlag. Uns geht es nicht darum, eine Gruppe zu begünstigen, sondern darum, die zusätzlichen Einnahmen nachvollziehbar zu verteilen.
Rechne selbst nach
Mit unserem Rechner siehst du, was die beiden Vorschläge für dich bedeuten. Trag einfach deine Grundsteuer von heute ein. Sie steht in deinem Grundsteuerbescheid. Wenn du einen Betrieb hast, auch deine Gewerbesteuer.